Aufhebung des Klosters

Im Zuge der josephinischen Verwaltungsreformen drohte Ende des 18. Jahrhunderts die Aufhebung des Klosters, doch Abt Theodor von Brabeck vermochte Corvey Ende 1794 zum Fürstbistum zu erheben. 1803 gelangte das Fürstbistum durch die Säkularisation an das Königreich Preußen, dann an Nassau-Oranien. 1809 wurde Corvey dem französischen Königreich Westphalen einverleibt; nach dem Wiener Kongress gelangte es abermals an das Königreich Preußen, das es 1821 an den Landgrafen Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg abtrat. Zwischen 1825 und 1833 verlegte Viktor Amadeus seine Hofbibliothek aus Rotenburg an der Fulda nach Corvey und richtete die heute noch erhaltenen Räumlichkeiten ein.

Der Landgraf vererbte Corvey seinem Neffen, dem Erbprinzen Viktor von Hohenlohe-Schillingsfürst, der 1840 den Titel eines „Herzogs von Ratibor und Fürsten von Corvey" annahm. Herzog Viktor I. holte 1860 den Germanisten August Heinrich Hoffmann von Fallersleben nach Corvey, der den Bestand der Bibliothek auf mehr als 70 000 Bände nahezu verdoppelte. Das Fürstliche Haus Ratibor und Corvey ist bis heute Eigentümer von Schloss Corvey.

 
Saison 2010
Vom 1. April bis 1. November
Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr (April und Oktober montags geschlossen)