Albrecht Menzel und Gina Keiko Friesicke

 

Sonntag, 2. August 2020

Höxter-Corvey, Kaisersaal, 17.00 Uhr,

Bereits 2017 und 2019 wurde der vielfach ausgezeichnete Violinist Albrecht Menzel in Corvey gefeiert. In diesem Jahr kehrt er mit der jungen aufstrebenden Geigerin Gina Keiko Friesicke zum Finale der Corveyer Sommerkonzerte in den Kaisersaal zurück. Die beiden Künstler treten mit dem dogma chamber orchestra unter der Leitung des Geigers Mikhail Gurewitsch auf. 

 

Programm und Mitwirkende:

- Johann Sebastian Bach: Konzert für 2 Violinen und Orchester d-Moll BWV 1043

- Felix Mendelssohn-Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester d-Moll

- Franz Schubert: Rondo für Violine und Streichorchester A-Dur D.438

- Antonio Vivaldi: Konzert für 4 Violinen und Orchester h-Moll op.3 Nr. 10

 

Albrecht Menzel, Violine

Gina Keiko Friesicke, Violine

dogma chamber orchestra

Mikhail Gurewitsch, Violine und Leitung

Gina Keiko Friesicke (*2002 in Detmold) begann das Violinspiel im Alter von drei Jahren und wurde bereits als Elfjährige am Detmolder Jungstudierenden-Institut aufgenommen, wo sie zur Zeit bei Ulrike-Anima Mathé studiert. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Ana Chumachenco sowie bei Midori, Pamela Frank, Mihaela Martin und Frank Peter Zimmermann ergänzen ihre Ausbildung. Außerdem nahm sie im Sommer 2019 an der renommierten Verbier Festival Academy und der Ishikawa Music Academy in Japan teil, wo sie mit dem IMA Award ausgezeichnet wurde.
Im vergangenen Jahr wurde ihr beim 26. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben als beste Leihverlängerin ihre Violine von Gianbattista Ceruti, Cremona 1800 für weitere zwei Jahre zur Verfügung gestellt. Die Stiftung präsentierte die junge Geigerin u.a. beim Preisträgerkonzert im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg samt Übertragung im Deutschlandfunk und beim Krönungsmahl im Aachener Rathaus.
Gina ist mehrfache erste Preisträgerin des Bundeswettbwerbes Jugend musiziert mit zahlreichen Sonderpreisen, so u.a. dem Günter-Henle-Urtextpreis der Peter Klöckner-Stiftung 2018 und dem Sparkassenförderpreis Solist des Landes NRW 2016. Gina ist Preisträgerin des internationalen Telemann-Wettbewerbes in Poznan 2017.
2017 war Gina jüngste Preisträgerin der von der GWK - Gesellschaft zur Förderung Westfälischer Kulturarbeit e.V. - ausgelobten Musikwettbewerbs und wurde damit in das Förderprogramm der GWK aufgenommen, woraus sich weitere zahlreiche Konzertmöglichkeiten ergaben. Im September 2018 konnte sie sich beim Ferdinand-Trimborn-Förderpreis NRW den 1. Preis erspielen und führte im Preisträgerkonzert ein Violinkonzert von W.A. Mozart mit der Sinfonietta Ratingen auf. Weitere herausragende Ereignisse in 2019 waren ein WDR-Funkhauskonzert im Sendesaal des WDR in Köln sowie ein Rezital-Konzert im Bagno-Konzertsaal in Steinfurt, dem ältestennoch bespielten Konzertsaal Europas.
Als Solistin debütierte sie 2015 in der New Yorker Carnegie Hall in den USA mit dem Orchestra of St.Luke’s sowie im gleichen Jahr in der Tonhalle Zürich in der Schweiz mit der Camerata Prag.In Deutschland gab sie ihr Debüt als Solistin im Alter von zwölf Jahren mit dem Leipziger Symphonie-Orchester und dem zweiten Violinkonzert von Henry Wieniawski, trat in Folge bereits mehrfach als Solistin in Orchesterbegleitung auf und konnte u.a. mit Violinkonzerten von Max Bruch, Camille Saint-Saëns und Peter Tschaikowski begeistern.
Für das Frühjahr 2020 sind mit den Jungen Sinfonikern Ostwestfalen-Lippe vier Konzerte mit dem Violinkonzert von Peter Tschaikowski geplant.

 

Albrecht Menzel ist Gewinner des Grand Prix und des 1. Preises beim Internationalen Violin Wettbewerb Torun Polen 2016 und Preisträger des renommierten Premio Paganini Wettbewerb Genua 2015.
Als Solist konzertierte Menzel u.a. mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Leipziger Sinfonie Orchester, der Philharmonie Baden-Baden, dem Philharmonischen Orchester Gran Canaria, der Philharmonie Magdeburg, dem Göttinger Symphonie Orchester, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem Philharmonischen Orchester Lodz, der Schlesischen Philharmonie Katowice, dem State Symphonie Orchestra New Russia und dem Orchestra del Carlo Felice Genua unter Dirigenten wie Kurt Masur, Vasily Petrenko und Juozas Domarkas.
Albrecht Menzel wurde von Anne-Sophie Mutter eingeladen mit ihr gemeinsam als Solist u.a. in der Philharmonie Berlin, der Philharmonie Luxemburg, dem Grand Theatre in Aix-en-Provonce, im
Palau de la Musica Barcelona und dem Athenäum Bukarest zu spielen. Außerdem tourte Menzel mit der Künstlerin in den USA, Kanada und Europa zu Konzerten u.a. in der Carnegie Hall New York, in der Chicago Symphony Hall, im Kennedy Center Washington und in der Roy Thomson Hall Toronto sowie im Festspielhaus Baden-Baden, in der Philharmonie München, Köln, Düsseldorf und Essen, beim Grafenegg-Festival und den Salzburger Festspielen.  
Menzel konzertierte als Solist in der Elbphilharmonie Hamburg, der Laeiszhalle Hamburg, dem Prinzregententheater und Gasteig München, Taichung National Theater Taiwan, im NOSPR Katowice, im House of Music Moskau, im Teatro Carlo Felice Genua sowie im Musikverein Wien und war Gast bei den Festspielen Mecklenburg Vorpommern, dem Schleswig Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, den Dresdner Musikfestspielen, den Schwetzinger Festspielen, den Brandenburger Sommerkonzerten, dem Festival Moscow meet Friends, Sommets Musicaux de Gstaad, dem Internationalen Eilat Musik Festival, dem George Enescu Bukarest und dem Edinburgh Festival.  
Als Kammermusiker musizierte Albrecht Menzel mit Künstlern wie Gidon Kremer, Steven Isserlis,
Jan Vogler, Nils Mönkemeyer, Igor Levit und Julien Quentin.
Albrecht Menzel, *1992, erhielt seinen ersten Geigenunterricht bereits mit vier Jahren und debütierte mit dreizehn Jahren als Solist bei den Dresdner Musikfestspielen. Albrecht Menzel studierte bei dem  renommierten Violinpädagogen Professor Boris Kuschnir und bei Julian Rachlin in Wien.
Ausgezeichnet wurde Albrecht Menzel mit einem Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung Frankfurt sowie dem Eduard-Söring-Preis und dem Gerd-Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg.
Sein Album „thoughts“ mit Werken „Die letzte Rose“ und „Erlkönig“ von Heinrich Wilhelm Ernst sowie Sonaten von Robert Schumann erschien 2015 bei dem Label Oehms Classics.
Albrecht Menzel spielt eine Violine von Antonio Stradivari (1709), eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg.   

Das dogma chamber orchestra wurde 2004 von Mikhail Gurewitsch gegründet, seinerzeit Konzertmeister des baden-württembergischen Kammerorchesters»I Sedici«. Unter seiner Leitung kommen junge, aber bereits international erfahrene Musiker zusammen, um zeitgerechte Interpretationen klassischer Musik mit moderner Konzertgestaltung zu verbinden.
Dabei geht es nicht etwa um eine Art der Vermittlung, die heutzutage oft zu einem verfälschten Bild der klassischen Musik führt: anbiedernde und glattpolierte Ästhetik ist ebenso wenig Sache der Künstler wie die Präsentation von hübschen Kleidchen und adretten Anzügen. dogma ist vielmehr auf der intensiven Suche nach inhaltlich neuen Wegen, wie es sie in allen Perioden der Musikgeschichte gegeben hat. Den geistigen wie auch emotionalen Gehalt der Musik aus dem Blickwinkel unserer Zeit freizulegen und dem Publikum diese Arbeit als einen spannenden Prozess zu vermitteln, das ist ein besonderes Anliegen von dogma.
Anhand dieser Geisteshaltung erklärt sich der Name des Orchesters. Er leitet sich ab vom Manifest »Dogma 95«, das eine Gruppe internationaler Filmregisseure um Lars von Trier 1995 veröffentlichte. Ihr Manifest richtete sich gegen die zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos, gegen Effekte und technische Raffinessen, sowie gegen seine dramaturgische Vorhersehbarkeit.
Das Orchester versteht sich nicht nur als eine homogene Gruppe von Musikern, die gleiche künstlerische Ansichten teilen, sondern auch als ein Ensemble von Solisten, die sich aufeinander zu bewegen. Jedes Mitglied ist aufgefordert, seine eigene Persönlichkeit einzubringen. Das Spannungsverhältnis von solistischem Impuls und Ensemble-Geist wird voll ausgeschöpft und wirkt sich künstlerisch fruchtbar auf die Arbeit des Orchesters aus. Diese Dynamik wird durch das Musizieren im Stehen zusätzlich verstärkt.
Bei der Programmgestaltung legt das dogma chamber orchestra großen Wert auf Variabilität. Zum Repertoire gehören daher nicht nur Werke des Barocks, der Klassik und Romantik, sondern selbstverständlich auch Stücke zeitgenössischer Komponisten und dogmas eigene Kompositionen.
dogma sucht den direkten Kontakt mit dem Auditorium. Mikhail Gurewitsch moderiert die Auftritte selbst, wodurch er die Distanz zwischen Bühne und Publikum überbrückt und die Konzertbesucher dazu ermuntert, nicht nur von außen zu »beobachten« und zu »konsumieren«, sondern das Konzertgeschehen als einen Dialog zu begreifen – für den sich die Musiker auch anschließend gerne noch Zeit nehmen.
In den Jahren seines Bestehens erspielte sich das Orchester weltweit eine kontinuierlich wachsende Fangemeinde und entwickelte sich zu einem der bekanntesten jungen europäischen Kammermusik-Ensembles. Für seine letzte CD»The Shostakovich Album« erhielt das dogma chamber orchestra bereits zum zweiten Mal den renommierten ECHO Klassik Preis.

Konzertkarten

Telefon: 05231 56 99 999.

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