Via Nova Kunstfest Corvey

 

Samstag - 3. Oktober 2020

 

16.00 Uhr Vortrag und Gespräch, Lesung, Konzert 

 

Wolfgang Welsch und Andreas Weber -  Natur ist ein Mißverständnis

Tadeusz Dąbrowski und Renate Schmidgall -  Die Bäume spielen Wald 

 

Viviane Chassot Akkordeon, Martin Mallaun Zither 

György Ligeti (1923 ­- 2006) aus Musica ricercata for Piano

John Dowland (1563 - 1626) Lachrimæ Antiquæ u. a.

François Couperin (1668 - 1733) Muséte de Choisi - Muséte de Taverni

Astor Piazzolla (1921 - 1992)

 

Eintritt:

Kat A 20 / B 17 €

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Telefon: 05231 570150

 

Vor langer Zeit schuf der Mensch sich seine Identität. Heute sucht er sie

Tadeusz Dąbrowski

Wir sind auf die Natur angewiesen, aber die Natur ist nicht auf uns angewiesen, sagt der Philosoph Wolfgang Welsch. Steht der Mensch, weil er denkt, der Welt und der Natur gegenüber? Begreift der Mensch es als bedingungslose Freiheit, sich selbst zu entwerfen und sein Bild von Welt gleich dazu? Ein Vogel fliegt nicht gegen einen Baum, eine Biene findet ihre Blüte. Über Wahrnehmung als Gestalter von Welt sprechen Wolfgang Welsch und der Biologe und Philosoph Andreas Weber. Die Gedichte von Tadeusz Dąbrowski, in der großartigen Übersetzung von Renate Schmidgall, sind 'Nahrung für das Herz', immer ein wenig Melancholie und ein Trotzdem der Zuversicht. Jeder von uns ist einer der sprechenden Bäume, und der Wald ist die Welt, in der wir leben. Die fragilen elisabethanischen Lautenstücke eines John Dowland und die barocken Piecen von François Couperin erleben durch Viviane Chassot und Martin Mallaun ein faszinierendes Revival.